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Was ist Panostitis bei Hunden?

Hunde
Medizin
01
.
September
2024

Was ist Panostitis bei Hunden?

Die Erkrankung tritt vor allem bei schnell wachsenden Welpen und Junghunden großer Rassen auf. Am häufigsten ist der Schäferhund betroffen. Die betroffenen Hunde sind meist zwischen 6 und 18 Monaten alt. Rüden erkranken häufiger als Hündinnen. Panostitis ist schmerzhaft und betrifft die langen Röhrenknochen, z.B. am Oberarm, am Oberschenkel und am Schienbein.

Was sind die Symptome von Panostitis?

Das erste, was der Besitzer bei seinem Hund bemerkt, ist ein plötzlich auftretendes Humpeln. Die Lahmheit ist oft so ausgeprägt, dass sich der Hund gar nicht mehr auf dem Bein abstützen kann. Gleichzeitig hat er leichtes Fieber (ab 39,1°C), wirkt traurig und will vielleicht nicht mehr fressen. Bei Druck auf den großen Knochen des betroffenen Beines, heult der Hund oft vor Schmerz laut auf. Es ist auch möglich, dass mehrere Knochen gleichzeitig betroffen sind. In diesen Fällen wird sich der Hund nur widerwillig bewegen.
Die Schmerzen und das Fieber verschwinden nach einigen Tagen von selbst wieder. Ersteres tritt aber in der Regel nach einiger Zeit am gleichen oder an einem der anderen Beine wieder auf. Zwischen den einzelnen Episoden kann ein Zeitraum von einer Woche bis zu mehreren Monaten liegen.

Wie entsteht eine Panostitis?

Bei einer Panostitis handelt es sich um eine sterile Entzündung (d. h. die Entzündung wird nicht durch äußere Krankheitserreger wie Bakterien verursacht), die alle Schichten der langen Röhrenknochen betrifft. Sie tritt hauptsächlich am Unter- und Oberarmknochen (Vorderbein) und am Oberschenkelknochen und Schienbein (Hinterbein) auf.
Der genaue Mechanismus der Krankheit ist nicht bekannt, aber da die Erkrankung fast ausschließlich bei jungen Hunden auftritt, die sehr schnell eine fast erwachsene Größe erreicht haben, geht man davon aus, dass sie auf ein beschleunigtes Wachstum zurückzuführen ist. Eine gewisse erbliche Veranlagung kann nicht ausgeschlossen werden.

Wie stellt dein Tierarzt die Diagnose?

Das Alter und die Rasse des Hundes, das plötzliche Auftreten der Lahmheit, das Fieber und der schmerzhafte Druck auf den empfindlichen Knochen lassen einen Verdacht aufkommen. Zur Bestätigung der Diagnose kann eine Röntgenaufnahme in mehreren Ebenen des betroffenen Beins weitere Informationen liefern. Dabei zeigen sich trübe Verdichtungen im Knochenmark.
Es kann auch passieren, dass sich neue Knochenmasse  an der Außenseite der Knochen ablagert. Eine Korrelation zwischen dem Grad der Lahmheit und dem, was auf dem Röntgenbild zu sehen ist, besteht nicht zwingend.

Wie wird eine Panostitis behandelt?

Die Behandlung besteht darin, die Schmerzen mit Schmerzmitteln für die Dauer der Anfälle zu lindern und den Hund ruhig zu halten. Die Wirkung des Medikaments ist in der Regel schnell und gut. Es ist auch wichtig zu prüfen, ob das Futter an die spezifischen Wachstumsbedürfnisse des jungen Hundes angepasst ist, und gegebenenfalls die Kalorienmenge zu reduzieren.

Wie sieht die Zukunft für einen Hund mit Panostitis aus?

Da die Krankheit selbstlimitierend ist, ist die Prognose gut - selbst bei Hunden, bei denen die Krankheit wiederholt ausbricht. Auch die auf dem Röntgenbild sichtbaren Veränderungen verschwinden wieder.

Welche Rassen sind besonders gefährdet, an Panostitis zu erkranken?

Die Krankheit tritt am häufigsten bei jungen Hunden (unter 2 Jahren) der größeren Rassen auf. Etwa 75 % der betroffenen Hunde sind Deutsche Schäferhunde - und von diesen sind die meisten männlich.
Die Krankheit tritt auch regelmäßig bei Dachshunden, Dobermännern, Golden Retrievern und Deutschen Doggen auf. Diese Rassen haben oft die Tendenz, sehr schnell zu wachsen. Deshalb ist es wichtig, dass das Futter an die Bedürfnisse eines heranwachsenden Hundes angepasst wird.
Wenn du dir einen Welpen anschaffst, solltest du dich von deinem Tierarzt über die Fütterung beraten lassen, damit dein Hund einen guten Start ins Leben hat.

Weitere Informationen über Lahmheit bei jungen Hunden

Da es eine ganze Reihe von Entwicklungsstörungen der Knochen und Gelenke bei jungen Hunden gibt, ist es sehr wichtig, dass sich die Besitzer nicht mit dem Gedanken abfinden, dass es sich wahrscheinlich nur um "Wachstumsschmerzen" handelt. Bei einigen dieser Erkrankungen ist eine rechtzeitige Behandlung notwendig, um bleibende Schäden zu vermeiden. Deshalb solltest du bei lahmen Welpen immer deinen Tierarzt konsultieren.

Wann sollte ich mit einem humpelnden Junghund zum Tierarzt?

Immer – plötzliche Lahmheit oder Schmerzen sollten zeitnah abgeklärt werden, um andere Knochen- und Gelenkprobleme auszuschließen.
Buche jetzt einen Termin online bei Rex in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Düsseldorf oder Stuttgart.

FAQ: Panostitis beim Hund erkennen und behandeln

Für...

Was ist Panostitis bei Hunden?

Panostitis ist eine schmerzhafte, entzündliche Erkrankung der langen Röhrenknochen, die vor allem bei schnell wachsenden jungen Hunden großer Rassen auftritt.

Welche Hunde sind am häufigsten betroffen?

Häufig erkranken Schäferhunde, aber auch Dobermänner, Golden Retriever, Doggen und andere große Rassen. Rüden sind öfter betroffen als Hündinnen.

Ab welchem Alter tritt Panostitis meist auf?

Typisch ist ein Alter zwischen 6 und 18 Monaten, wenn Hunde besonders schnell wachsen.

Welche Symptome zeigt ein Hund mit Panostitis?

Plötzlich einsetzendes Humpeln, Schmerzen beim Abtasten der Knochen, leichte Abgeschlagenheit, Fieber und manchmal Futterverweigerung.

Tritt die Lahmheit immer am selben Bein auf?

Nein. Schmerzen können zwischen verschiedenen Beinen wechseln oder mehrere Knochen gleichzeitig betreffen.

Wie wird Panostitis diagnostiziert?

Die Diagnose basiert auf Alter, Rasse, Symptomen und Röntgenaufnahmen, die typische Veränderungen im Knochenmark zeigen können.

Ist Panostitis eine ansteckende Erkrankung?

Nein. Die Entzündung ist steril, also nicht durch Infektionen verursacht, und wird nicht von Hund zu Hund übertragen.

Wie wird Panostitis behandelt?

Mit Schmerzmitteln, Ruhe und einer angepassten Ernährung für Jungtiere. Die Beschwerden bessern sich meist schnell.

Wie ist die Prognose für Hunde mit Panostitis?

Sehr gut. Die Erkrankung ist selbstlimitierend und klingt meist vollständig ab, auch wenn sie in Schüben wiederkehren kann.

Wann sollte ich mit einem humpelnden Junghund zum Tierarzt?

Immer – plötzliche Lahmheit oder Schmerzen sollten zeitnah abgeklärt werden, um andere Knochen- und Gelenkprobleme auszuschließen.
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